Chillout im Zillertal

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Chillout im Zillertal

Manchmal reicht schon ein Wochenende, um seine Batterie wiederaufzuladen. Umso besser, wenn man nicht so lange reisen muss. Nur zwei Stunden im Auto von München und man taucht in das wundervolle Naturerlebnis Zillertal ein. Eine atemberaubende Naturlandschaft mit hohen Bergketten, Weiden, so weit das Auge reicht und verschlungenen Wanderwegen, die einen auf die Gipfel und an einsame Orte führen. Im Winter hat der Ski-Tourismus das Zillertal fest im Griff. Wer den Charme dieser Urlaubsregion jedoch von seiner unberührten Seite erleben will, sollte dem Zillertal im Mai oder im Juni einen Besuch abstatten.
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Wir checken im Posthotel Zillerseasons ein. Das Hotel liegt in dem Örtchen Zell am Ziller und sticht allein durch seine Architektur bereits heraus. Das 4-Sterne-Designhotel wurde jüngst aufwendig renoviert und erstrahlt nun in einem schicken modernen Stil. Gleichzeitig bleibt es seinen Tiroler Wurzeln treu. Empfangen wird man hier von Personal in Tracht, die Wände zieren ausschließlich heimische Hölzer, also Zirbe, Fichte und Eiche und die Räume strahlen ein ortstypisches naturnahes Flair mit wohnlichem Ambiente aus.DasPosthotel_breakfast_room
Nach dem Einchecken können wir es uns nicht entgehen lassen die Umgebung zu erkunden. Auf gehts! Wir nehmen den Holzweg und fordern unsere Cardio dabei gewaltig. In der Hitze einen Gipfel zu erklimmen, ist kein leichtes Unterfangen. Doch es lohnt sich allemal. Atemberaubende Ausblicke auf das Zilltal sind der Lohn für viel Schweiß und Muskelkater. Faszinierend – auf den Gipfeln liegt hier sogar noch etwas Schnee.IMG_6087
Nach der Wanderung ruft der Spa-Bereich. Da ich die meiste Zeit im Alltag am Schreibtisch hocke, gönne ich mir eine Rückenmassage. 30 Minuten lang werde ich durchgeknetet und muss dabei feststellen, dass die harten Stellen keine Knochen sind, sondern tiefe Verspannungen, die die Konsequenz des vielen Sitzens sind. Neben regelmäßigen Massagen wird mir viel Bewegung zum Ausgleich empfohlen – Pilates soll helfen.
Im Keller des Hotels befindet sich der Sauna-Bereich. Die Gäste können zwischen vier Saunen wählen, darunter zwei Dampfsaunen, eine finnische Saune und eine klassische Sauna. Das Tolle in der Nebensaison: wir haben den ganzen Saunenbereich für uns allein. Wer schwitzt, sollte auch viel trinken. Egal ob im Spa-Bereich oder in der Lobby, überall stehen Wasserkaraffen, angereichert mit Orangen, Äpfeln und Co. – lecker! Für zusätzliche Abkühlung sorgt der kleine Pool. Zwar kann man hier keine Bahnen schwimmen, aber für einen schnellen Frischekick reicht er allemal.
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Ladys sollten sich die Beauty-Behandlungen und -Beratungen nicht entgehen lassen. Das Posthotel verwendet und empfiehlt neben den Pflegeprodukten von Susanne Kaufmann die dekorative Kosmetik von Couleur Caramel. Die französische Bio-Kultmarke Couleur Caramel lässt in Deutschland und Österreich seit 2008 das Herz von Naturkosmetik-Beautyfans höher schlagen. Die Marke bietet ihren Kunden ein großes Sortiment, eine breite Farbpalette und verwendet dabei ausschließlich natürliche Inhaltsstoffen, die – soweit möglich – aus biologischem Anbau und fairem Handel kommen. Bei der Entwicklung der Produkte hat Couleur Caramel stets ein Ziel vor Augen: Qualität, Luxus und Nachhaltigkeit zu gewährleisten. Die Produkte von Couleur Caramel Make-up verleihen ihrer Trägerin mehr Selbstbewusstsein und betonen ihre natürliche Schönheit. Gleichzeitig tragen sie zu einem guten Gewissen und zum respektvollen Umgang von Mensch, Umwelt und Natur bei.
Ich buche das Tages Make-up. In 40 Minuten berät mich die nette Kosmetikerin und gibt mir Tipps, wie ich mein Gesicht am vorteilhaftesten schminken kann – ohne Contouring zwar aber mit der richtigen Methode Rouge aufzutragen und Highlights zu setzen. Wer mag, kann die Produkte auch gleich vor Ort kaufen und bekommt eine detaillierte Beschreibung zu den Produkten sowie eine kleine Mindmap, was genau bei der Beratung verwendet wurde.
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Bevor es ins Restaurant HeLeni geht, entspannen wir im Zimmer. Vom kleinen Balkon aus hat man einen schönen Blick auf die Berge. Mein absoluter Lieblingsort ist allerdings das Bad – ich sag nur: Bathroom-Goals. Diese kleinen Mosaiksteinchen brauche ich in meinem Badezimmer! Sofort!
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Das Restaurant HeLeni verwöhnt uns mit einem 4-Gänge-Menü mit Weinbegleitung. Verarbeitet werden hier ausschließlich frische, regionale Zutaten in Bio-Qualität. Das Küchenteam verfeinert sie mit Gewürzen aus anderen Kulturen und Ländern und erfindet so auf ganz eigene Art und Weise neue Gaumenfreuden. Übrigens: Sogar das Brot wird hier noch selbsthergestellt. Und das schmeckt man!
Wir starten mit einer Suppe und mit Riesengarnelen in Mangocreme in den kulinarische Abend. Der Hauptgang: Zweierlei vom Schwein. Mir hat es allerdings vor allem das Dessert angetan. Eigentlich bin ich kein Zuckermaul, aber hier werden sogar meine Geschmacksknospen ganz schwach: Ananas-Carpaccio mit Schokoladenschaum und Minzeis – eine Geschmacksexplosion der besonderen Art. Zum Abschluss gibt es noch hausgemachte Pralinen! Fantastisch!
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Ganz neu und federführend im HeLeni ist der neue Küchenchef Marcus Durchardt. Er war zuletzt Sous-Chef im Restaurant Schwarzreiter im Vier Jahreszeiten Kempinski, das zwei Hauben und 15 Gault-Millau-Punkte zählt, und hat sein Handwerk im Hotel Schreiberhof gelernt. Nach Frankreich, Spanien und Italien kocht derr gebürtiger Münchner nun in Österreich. „Bei den ersten Gesprächen mit Familie Binder-Egger habe ich sofort gemerkt, dass unsere Werte sich ähneln“, sagt er, „der Gedanke der Nachhaltigkeit reizt mich sehr. Das habe ich auf derart hohem Niveau bisher noch nicht erlebt.“
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