Gesundheits-Expertin Barbara Klein im Interview

Barbara Klein im Interview mit Spylista.
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Gesundheits-Expertin Barbara Klein im Interview

Barbara Klein, die Gesundheits-Expertin hat mit Spylista gesprochen. Barbara ist Sportphysiotherapeutin, Erfinderin des Flexi-Bar sowie Ernährungsexpertin. Sie hat im Mai dieses Jahres eine Nahrungsergänzungslinie gelauncht. Mit Spylista spricht sie exklusiv über richtiges Training, die Nachteile schneller Diäten und richtige Ernährung.

Spylista: Barbara, was ist das Erfolgsrezept, das dich so bekannt gemacht hat und von anderen Food- und Fitness-Experten in dem Bereich unterscheidet? Die gibt es ja wie Sand am Meer.
Barbara: Ein Erfolgsrezept ist hier schwer zu definieren. Ich erkannte und vermittelte schon sehr früh, dass man mit Eiweiß in den Tag starten soll und, dass es viel effektiver ist, seinem Magen ein paar Stunden Pausen zwischen den Mahlzeiten zu geben, als immer mal wieder Zwischenmahlzeiten zu sich zu nehmen. Damals herrschten in der Fitnessbranche noch ganz andere Ansichten und ich wurde dafür oft belächelt. Außerdem verfolge ich den ganzheitlichen Ansatz und berate jeden Menschen individuell – es macht einfach keinen Sinn, Jemandem Kohlenhydrate zu verbieten, wenn er diese einfach liebt. Es geht darum, eine Balance zwischen der Ernährung, Fitness und seiner Einstellung zu bekommen, um das ganzheitliche Wohlbefinden zu erreichen. Es kann keine einheitliche Regel zum Abnehmen und Glücklich sein geben.

Spylista: Barbara Klein, du sagst ein gesunder Lifestyle ist der einzige wahre Weg zur Wohlfühlfigur und keine schnelle intensive Diät, wie viele denken? Was steckt dahinter?
Barbara: Mit Diäten kann ein kurzfristiger Erfolg erzielt werden, aber auf keinen Fall eine langfristige Lösung. Verzicht und Druck machen keinem Spaß und führen in Endeffekt zum unerwünschten Jojo-Effekt. Mit dem gesunden Lifestyle ist nicht gemeint, ausschließlich gesund zu Essen und sich keine Fehler erlauben zu dürfen. Natürlich ist die Fitness auch wichtig, aber ich sage immer: der Körper wird in der Küche geschmiedet. Und hier kann man sich an eine ganz einfache Formel halten: 80% wird gesund und abwechslungsreich gegessen und getrunken und bei 20% darf es auch mal das Glas Wein oder die Tafel Schokolade sein. Ein gesunder Lifestyle besteht aber auch aus innerer Balance und der Ruhe, die man sich selber manchmal geben muss. Natürlich gehört auch ein bisschen Disziplin dazu, aber sehr viel weniger, als die meisten immer denken.

Spylista: Heißt das der Mitternachtsnack oder das Glas Wein am Abend ist tabu, wenn ich top in Form bleiben will?
Barbara: Wenn man am Abend mal über die Stränge geschlagen und z.B. 1.500 kcal einfach so weggetrunken hat, dann wird das nicht direkt an Bauch oder Oberschenkel eingelagert. 24 Stunden sind diese Kalorien erstmal in der Leber gespeichert. Die Leber sagt erst dann: entweder wurden diese Kalorien bis dahin aufgebraucht, weil vielleicht auf das Frühstück verzichtet oder morgens schon Sport getrieben wurde oder das Fett wird eingelagert, wenn morgens direkt wieder ein deftiges Frühstück konsumiert wurde. Man kann also jede Sünde ganz einfach ausgleichen. Entweder mit einer leichteren Ernährung oder einer Extraeinheit Sport. Es geht einfach um die Balance.

Spylista: Ist es wichtig nicht nur den Körper zu trainieren, sondern auch die innere Balance? Was sagst du Barbara Klein?
Barbara: Ganz wichtig! Wenn wir mit uns wieder ins Reine kommen und mental ausgeglichen sind, tut sich einiges im eigenen Körper. Sogenannte Fressattacken, die durch Stress, Frust und Traurigkeit ausgelöst werden, werden so vermieden.

Spylista: Wie motivierst du Barbara Klein deine Kunden dazu ihren inneren Schweinehund auszutricksen und ihr Leben umzuwerfen?
Barbara: Ich gebe meinen Kunden die Option sich einfach mal 5 Tage auf mich und mein Konzept einzulassen. In diesen 5 Tagen kümmern wir uns vor allem um den Darm, indem einfach mal Pausen zwischen den Mahlzeiten gemacht werden und ganz wichtig – dass nur dann gegessen wird, wenn auch wirklich ein Hungergefühl da ist. Außerdem sollte in dieser Zeit lediglich eine halbe Stunde Sport integriert werden. Nach diesen 5 Tagen unterhalten wir uns wieder. Es gab bisher vielleicht eine Handvoll Kunden, die dann wirklich abgebrochen haben. Vielmehr sind die Menschen überrascht, wie einfach es gehen kann. Es macht keinen Sinn, das Leben von einem auf den anderen Tag umzustellen. Ein gesunder Lifestyle muss nach und nach in den Alltag integriert werden.

“Jeder kleine Erfolg ist ein Schritt in die richtige Richtung.”

Spylista: Welche Rolle spielen deiner Meinung nach soziale Medien in Sachen Motivation?
Barbara: Social Media liefert oft ein ganz verzerrtes Bild der Realität. Es gibt heutzutage unzählige Apps, welche die Taille schlanker machen, die Beine länger oder die Winkearme weg retuschiert. Wieso sind gefühlt alle anderen nur auf Reise und sind denn permanent glücklich? Man hinterfragt seinen eigenen Misserfolg und fühlt sich eingeschüchtert. Jeder muss nur nach sich selbst schauen und nach keinem anderen. Jeder kleine Erfolg ist ein Schritt in die richtige Richtung. Zum Glück gibt es mittlerweile auch Influencer, die ganz ehrlich zugeben: Gestern konnte ich nicht widerstehen und habe mir die ganze Tüte Chips oder Tafel Schokolade reingehauen. Von diesen ehrlichen Mädels braucht es viel mehr auf Instagram und Co. Das Leben soll kein Zwang und Verzicht sein, um auf ein persönliche Zielgewicht zu kommen, man muss das Leben genießen und die richtige Balance finden.

Spylista: Was ist deine Meinung zu Nahrungsergänzungsmittel?
Barbara: Man bekommt oft zu hören – wenn du dich ausgewogen und abwechslungsreich ernährst, kannst du auf jegliche Nahrungsergänzungsmittel verzichten. Ja, das stimmt. Aber mal ganz ehrlich – wer bekommt es hin, jeden Tag anderes Obst, Gemüse oder Eiweißlieferanten zu sich zu nehmen? Es ist doch oft so, dass man Phasen hat, in denen man jeden Morgen Porridge isst oder jeden Morgen Rührei. Und ein zweiter wichtiger Punkt, der von kaum jemandem thematisiert wird. Im Gegensatz zu vor 40 Jahren enthalten die Lebensmittel, die wir konsumieren, nur noch ca. 20% der Vitamine und Spurenelemente. Früher wurde viel mehr regional und saisonal gegessen. Im Winter gab es Kohl und im Sommer eben nicht. Heutzutage essen wir beinahe zu jeder Jahreszeit jedes Lebensmittel, das wir möchten. Das war dann meist schon 2 Wochen auf einem Containerboot unterwegs, in der es keine Sonne gesehen hat. Bis man das Obst oder Gemüse dann letztendlich zuhause hat, sind schon so viele wertvolle Inhaltsstoffe verloren gegangen. Nahrungsergänzungsmittel geben dem Körper die Zusatzstoffe und Vitamine, die er braucht und wirken so unterstützend zu einer abwechslungsreichen Ernährung.

Spylista: Muss man viele Stunden Sport in der Woche machen, um wirklich abzunehmen?
Barbara: Nun liegt das Wort „viel“ natürlich im Auge des Betrachters. Man sollte sich pro Woche auf jeden Fall 3 Stunden bewegen. Das klingt im ersten Moment natürlich viel, ist es aber eigentlich gar nicht. Man kann sich die Zeit aufteilen, ganz wie man möchte. Dabei ist es umso wichtiger abwechslungsreichen Sport zu treiben. Eine Mischung aus Ausdauer, Beweglichkeit und Krafttraining wäre dabei ideal. Am Tag investiert man insgesamt ca. 6 Minuten in seine Zähne – ist da eine halbe Stunde am Tag für den ganzen Körper dann zu viel? Ich denke nicht! Man muss einfach nur den richtigen Sport für sich entdecken. Auch wenn es manchmal schwer ist sich zu motivieren, ist doch jeder nach dieser halben Stunde Bewegung am Tag besser drauf. Wenn man das nicht ist, macht man definitiv den falschen Sport.

Spylista: Hast du Tipps, wie man Bewegung ganz einfach in den Alltag einbauen kann?
Barbara: Man kann Bewegung in die alltäglichsten Handlungen einbauen. Wieso nicht beim Zähne putzen auf einem Bein stehen? Ganz klassisch ist natürlich auch der kurze Spaziergang nach dem Mittagessen. Wenn man sowas nach und nach in den Alltag einbaut, kommt es einem gar nicht mehr wie eine Extra Bewegung vor. Die Treppe statt dem Aufzug nehmen ist ein Klassiker unter den Tipps, aber er wirkt einfach.

Spylista: Wie hilfst du Frauen, ihren Körper lieben zu lernen?
Barbara: Zum einen betone ich, dass man sich nur auf sich und auf niemand anderen konzentrieren soll. Der Vergleich zu anderen ist oft das, was uns unglücklich macht. Man muss seinen eigenen Körpertyp akzeptieren. Jeder Körper ist eben anders gebaut und als „Apfel-Typ“ wird man trotz viel Sport und Ernährung seine Körperform nicht ändern können. Ich rate meinen Kunden immer, an einer schmaleren Taille zu arbeiten. Egal welcher Typ oder welches Gewicht, schmeichelt eine Taille dem ganzen Körper. Ganz wichtig ist auch, seine Vorteile mit der Kleidung zu betonen und seine „Problemzonen“ zu kaschieren. Nichts ist so sexy, wie eine Frau, die weiß, was ihr steht und wie sie ihre Figur gekonnt in Szene setzt.

Spylista: Barabra Klein, was macht deine Nutrition-Linie einzigartig?
Barbara: Ich verzichte auf Zucker und Süßstoffe und nehme natürliche, zum Teil auch aus der Ayurveda stammende Inhaltsstoffe. Dabei setze ich nie auf nur einen einzigen Wirkstoff. Ich versuche immer viele gute und wirksame Inhaltsstoffe zusammenzupacken und z.B. in einen leckeren Drink zu verpacken. Außerdem berücksichtige ich auch oft unterschätzte oder kaum bekannte Wirkstoffe, wie Guggul oder Lupine.

Spylista: Barbara Klein, hast du Tipps mit denen das Workout im Sommer trotz Hitze klappt?
Barbara: Was kann man seinem Körper bei Hitze Gutes tun? Wenn man Frühaufsteher ist, ganz klar: direkt morgens in die Sportschuhe schlüpfen und rausgehen! So hat man schöne frische Luft und den restlichen Tag ein gutes Gefühl. Wer das kann, sollte das unbedingt tun – ich bin leider kein Frühaufsteher. Ich bin ein Typ, der sein Sportprogramm gern gegen Abend durchzieht, wenn es schon wieder abgekühlt hat. Dabei ist natürlich oft die Gefahr bei zu heftiger Hitze abends energielos zu sein. Dann bin ich immer ein Fan davon einfach mehr Schritte in den Alltag einzubauen. Weniger Auto fahren, mehr Laufen oder einfach das Fahrrad nehmen. Das Ganze kann man mit 3-5 Übungen mit je nur einer Minute ergänzen. Das kann in der Mittagspause sein oder abends während dem Kochen. Im Sommer sollte man vor allem Lauwarmes trinken. Bei eisgekühlten Getränken versucht der Körper diesen Zustand auszugleichen und produziert noch mehr Hitze. Vor allem bei Wassereinlagerungen muss im Sommer noch viel mehr getrunken werden, als sonst schon. Viele Mädels denken, wenn sie weniger trinken, erledigen sich die Einlagerungen von alleine, aber genau das Gegenteil ist der Fall! Eine weitere Möglichkeit sich etwas zu erfrischen, ist kühles Wasser über die Pulsadern laufen zu lassen, wenn ich gerade sowieso die Hände wasche. Das kühlt den ganzen Körper runter. Auch

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